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Dear Mr. President,

ich muß Ihnen doch mal sagen, was mich bei Ihrem Auftreten so drückt. Sie sagen, Sie sind ein tief gläubiger Christ. Sie sprechen täglich mit Gott. Was Sie tun, ist mit Gott vorher abgesprochen.

Ich bin ein überzeugter liberaler und aufgeklärter Protestant. Ich behaupte nicht, daß ich die göttliche Weisheit so direkt bekomme wie Sie. Aber ich predige, daß für den Glauben der Respekt vor jedem Menschen wichtig ist, und daß wir uns in Gottes Namen einsetzen sollen für Gerechtigkeit und Frieden.

Ich erzähle auch, was in der Vergangenheit war mit Kreuzzügen und anderen Kriegen. Da sind Christen losgezogen mit einer grausamen Überheblichkeit. „Gott mit uns“ und gegen den Rest der Welt.

Grausamkeiten von religiösen Fundamentalisten haben in dieser Welt manches blutige Schlachten angerichtet. Nicht anders als die Selbstmordattentäter, die mit dem Ruf „Allah ist groß“ sich und andere in die Luft sprengen. Gotteslästerung ist das.

Heilige Kriege (Arabisch Djihad) gab und gibt es zu viele. Ich predige, daß dies schreckliche Irrungen sind, und daß sie Gottes Willen nicht entsprechen können. Gott will uns als Streiter für seine friedliche und menschenfreundliche Welt.

Sie haben mit Gott den Krieg gegen den Irak besprochen? Sie sind sich mit ihm einig, was die „Achse des Bösen“ ist? Das „Böse“ ist ja ein zentraler religiöser Begriff.

Wer meint, mit allen Mitteln Gottes Willen durchsetzen zu müssen, ist ein gefährlicher Fundamentalist. Er verbirgt dabei oft seine wirklichen Motive wie Machtstreben oder wirtschaftliche Vorteile.

Sie mißbrauchen die Berufung auf eine religiöse Mission für Ihre militärischen Ziele. Die haben mit Liebe, Frieden und Gerechtigkeit im Sinn der Offenbarung nichts zu tun. Damit sind sie mit ihrem Glauben so weit von meinem entfernt, wie alle, die sich auf eine göttliche Rechtfertigung für Krieg berufen.

Jeder Fundamentalismus, auch Ihrer, bedeutet Gefahr für vernünftigen Fortschritt im Glauben an Gottes Liebe. Gott will keinen Krieg.

Ihr Pfarrer Bardens


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